In diesen turbulenten Zeiten erscheint mir der Hang zur Größe irgendwie unpassend.
Verschwenderisch, laut, protzig – dabei müssen wir uns doch alle mit einer unbequemen Wahrheit anfreunden, dass Beschränkung keine Niederlage ist, sondern Notwendigkeit.
Und so wende ich mich den kleinen Formaten zu, weil die großen Dinge in mir derzeit ein Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit erzeugen. Sind es nicht die kleinen Dinge im Alltag die uns berühren und uns eine Ahnung von der Unendlichkeit der Schöpfung geben?

Kleine Formate erlauben mir, meine Ideen spontaner umzusetzen. Bildideen, die ich schon lange in mir trage, finden so schneller ihren Weg auf die Leinwand.

Flüchtige Momente, Lichtspiele in der Nacht, Sehnsucht nach Reisen an magische Orte …

… oder die Erinnerung an farbenfrohe marokkanische Schuh-Kunstwerke, die ich so nie wieder gesehen habe.
