ER ist wieder DA!

Und ich dachte schon dieser Typ würde bis ans Ende seiner Tage nur noch Golf spielen. Aber nein. ER ist wieder DA! Und mit ihm die großen Gesten und die falschen Versprechungen.

Who the f*ck is erica? / 2019 / Acryl a. L. / 120*180 cm © Gabriele Riedel
Who the f*ck is erica? / 2019 / Acryl a. L. / 120*180 cm

Ich habe dieses Bild in Wahlplakatgröße 2019 gemalt, weil ich es so unglaublich fand, dass ein Präsident eines demokratischen Landes so menschenverachtend, selbstverliebt und verlogen sein kann.

Seinen Slogan Make America great again konnte ich nur in Bezug zu seinem Größenwahn stellen.

Die unverfrorene, inszenierte Selbstdarstellung und Machtdemonstration, die  damit verbundene Selbstverliebtheit hat fast schon pathologische Züge.

Moral kennt er nicht, außer sie dient seinen privaten Zwecken. Denn dieser Mensch braucht sehr viel Aufmerksamkeit und dafür ist ihm jedes Mittel recht.

Düstere Zeiten.

HE’S BACK!

I painted this election-poster-sized image in 2019 because I found it so unbelievable that the president of a democratic country could be so inhumane, self-obsessed, and deceitful.

I could only interpret his slogan “Make America Great Again” as a reflection of his megalomania.

The brazen, staged self-promotion and display of power, along with the narcissism that goes with it, has almost pathological traits.

He knows no morality, unless it serves his personal interests. Because this man craves a great deal of attention, and to that end, any means are acceptable to him.
Dark times.

Translated with DeepL.com (free version)

Ende einer Utopie?

Die Nachrichten sind mal wieder deprimierend. Bilder von Zerstörung und von Menschen, die alles verloren haben.

Krieg als Konfliktlösung scheint wieder salonfähig. Diplomatie gilt als Schwäche, Frieden als Illusion. Was bleibt, ist die Spirale: Bedrohung, Gegenangriff, Vernichtung – und die Frage, die niemand laut stellt: Kann es am Ende wirklich Sieger geben? Und zu welchem Preis?

Ende einer Utopie ? | Acrylmalerei | 70*70 cm | Okt. 2023 | © Gabriele Riedel Art
Ende einer Utopie ? | Okt. 2023 © Gabriele Riedel Art

Das Leid trifft immer zuerst die Zivilbevölkerung. Es geht nicht nur um den Verlust von Menschen, sondern auch sondern auch um den Verlust eines menschenwürdigen Daseins, einer Zukunftsperspektive für die nachfolgenden Generationen. Ein friedliches Miteinander scheint in weiter Ferne.

Und dahinter stecken skrupellose Menschen, die Krieg als Werkzeug benutzen, Ressourcen als Beute betrachten und Menschenleben als Verfügungsmasse.

Dazu kommt: Der Planet selbst scheint aus dem Gleichgewicht geraten. Ob Erdbeben, Dürren oder Überschwemmungen – nicht alles menschengemacht – trotzdem, wir haben ein globales Problem! Wir haben die Bedingungen geschaffen, unter denen das Klima kippt. Auch das ist eine Form von Krieg – gegen die eigene Lebensgrundlage.

Ich erinnere mich noch gut, wie es sich anfühlte, an etwas zu glauben. Meine Generation ist mit Visionen aufgewachsen – Frieden, Gerechtigkeit, ein Leben im Einklang mit der Natur, Würde für alle Menschen auf diesem Planeten. Manches davon klingt heute tatsächlich naiv. Aber war es das?

Ich bin traurig. Ich bin wütend. Ich fühle mich ohnmächtig – und gleichzeitig weigere ich mich, denen das letzte Wort zu lassen, die glauben, alles im Griff zu haben.

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben.

„Utopie ist Denken nach vorn.” – Ernst Bloch

Kinder im Krieg

Der Irrsinn des Krieges in der Ukraine nimmt kein Ende, Atomkraftwerke werden bombadiert, Russland droht mit atomaren Waffen und von Friedensverhandlungen kann keine Rede sein.

Wahrheit oder Fälschung?

Kriegskinder / 2022 / Acryl a. L. / 70*100
Kriegskinder / 2022 / Acryl a. L. / 70*100

Beim Surfen im Netz bin ich auf einer Instagramseite auf diese beiden Kinder im Angesicht der heranrückenden Armee gestoßen.  Inzwischen ist das Original nicht mehr auffindbar. Was auch irgendwie gleichgültig ist, da das Foto schon bei genauerer Betrachtung eine Fotomontage war. Ein salutierender Junge mit Spielzeuggewehr.

Welche Absicht hatte der Autor dieses Postings im Netz? Glorifizierung des Patriotismus oder kritische Distanz? Die Intention bleibt im Dunkeln. Aus meiner Sicht wird mit jedem Krieg eine Endlosspirale aus Haß und Gewalt aufs Neue befeuert.

Kinder transportieren Emotionen und werden bevorzugt in der medialen Bildsprache eingesetzt. Einerseits wird dadurch unser Mitgefühl verstärkt angesprochen, weil sie die Schwächsten unserer Gesellschaft sind. Andererseits bietet es sich geradezu an, die mediale Bildsprache zu hinterfragen, diese im Malprozess weiter zu verfremden und somit eine neue Perspektive einfließen zu lassen.