Die Nachrichten sind mal wieder deprimierend. Bilder von Zerstörung und von Menschen, die alles verloren haben.
Krieg als Konfliktlösung scheint wieder salonfähig. Diplomatie gilt als Schwäche, Frieden als Illusion. Was bleibt, ist die Spirale: Bedrohung, Gegenangriff, Vernichtung – und die Frage, die niemand laut stellt: Kann es am Ende wirklich Sieger geben? Und zu welchem Preis?

Das Leid trifft immer zuerst die Zivilbevölkerung. Es geht nicht nur um den Verlust von Menschen, sondern auch sondern auch um den Verlust eines menschenwürdigen Daseins, einer Zukunftsperspektive für die nachfolgenden Generationen. Ein friedliches Miteinander scheint in weiter Ferne.
Und dahinter stecken skrupellose Menschen, die Krieg als Werkzeug benutzen, Ressourcen als Beute betrachten und Menschenleben als Verfügungsmasse.
Dazu kommt: Der Planet selbst scheint aus dem Gleichgewicht geraten. Ob Erdbeben, Dürren oder Überschwemmungen – nicht alles menschengemacht – trotzdem, wir haben ein globales Problem! Wir haben die Bedingungen geschaffen, unter denen das Klima kippt. Auch das ist eine Form von Krieg – gegen die eigene Lebensgrundlage.
Ich erinnere mich noch gut, wie es sich anfühlte, an etwas zu glauben. Meine Generation ist mit Visionen aufgewachsen – Frieden, Gerechtigkeit, ein Leben im Einklang mit der Natur, Würde für alle Menschen auf diesem Planeten. Manches davon klingt heute tatsächlich naiv. Aber war es das?
Ich bin traurig. Ich bin wütend. Ich fühle mich ohnmächtig – und gleichzeitig weigere ich mich, denen das letzte Wort zu lassen, die glauben, alles im Griff zu haben.
Die Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben.
„Utopie ist Denken nach vorn.” – Ernst Bloch