Frühling

Der Monat April startet mit Schnee und Eiseskälte, so hätte ich mir den Winter gewünscht. Aber die kreative Macht der Natur lässt sich nicht bremsen und das Leben kehrt kraftvoll und lautstark zurück.

In diesem Monat konzentriere ich meine Energie auf den Garten. Altes Abgestorbenes entfernen, Sträucher beschneiden, Rosen düngen, Blumen pflanzen, Gemüsebeete vorbereiten und die ersten Pflanzen für die Sommerernte vorziehen.

Ich freue mich, dass ich wieder draußen spielen kann. Die abgeschnittenen Weidenruten sind einfach zu schön um sie zu kompostieren.

Weidenruten, Gartenobjekt, Sonnenrad
Weidenruten, Gartenobjekt, Sonnenrad

Und im Hinterkopf frage ich mich welchen Sinn das haben kann, wenn mitten in Europa ein unsinniger Krieg wütet und eine friedliche Lösung in weiter Ferne liegt.

Leben pflegen statt Zerstörung

Ich habe keine Antwort auf diesen Irrsinn; ich kann nur kleine Paradiese schaffen und erhalten.

Apfelblüte, 2018, Öl a. L. ,30*30cm
Apfelblüte, 2018, Öl a. L. ,30*30cm

Und möchte dadurch Freude schenken und den Blick auf die Schönheit der Natur lenken. Ich glaube daran, dass die unmittelbare Begegnung mit der Natur uns heilen kann.

Das Erlebnis der natürlichen Vielfalt sensibilisiert, und ich wünsche mir so sehr – dass wir unsere Kraft und unsere Ideen für den Erhalt unseres Planeten und unserer Lebensgrundlagen einsetzen. Anstatt unsere Erde durch Gier und Größenwahn zu zerstören!

Marmorkopf © Gabriele Riedel
Gartenskulptur aus Marmor

 

 

 

Mein Garten als Quelle der Inspiration

inspirationsquelle_garten © gabriele riedel art

bietet im Wechsel der Jahreszeiten, eine unerschöpfliche Fülle an Farben und Formen.

Ich überlasse mich dem Summen der Insekten und tauche ein in eine vielfältige Welt aus Blüten im schillerndsten Gewand, verführerischen Düften, und tanzenden Sonnenstrahlen. Die Kunst hierbei besteht darin, als Mensch so wenig wie möglich und doch so oft wie nötig einzugreifen. Ein steter Kreislauf aus Wachstum und Vergehen.

Von Frühjahr bis zum Herbst fließt ein großer Teil meiner kreativen Energie in meinen Garten. Pflanzen hegen und pflegen, Gemüse vorziehen, ernten und verarbeiten, Sträucher beschneiden und vieles mehr. Ich könnte ein Loblied auf die Gartenarbeit anstimmen und doch gibt es Tage wo mir die Pflanzenwelt buchstäblich über den Kopf wächst.

Rittersporn / 2018 / 90*90 cm / Acryl a. L. © Gabriele RiedelRittersporn ©Foto: Gabriele RiedelMohnblüten © Foto: Gabriele RiedelMohnblüten / 2015 / 40*40 cm / Acryl a. L. © Gabriele RiedelIris © Foto: Gabriele RiedelIris / 2015 / 40*40 cm / Acryl a. L. © Gabriele Riedel

Und es regen sich Zweifel, die Frage nach der Sinnhaftigkeit, dieses Tuns?

Letztendlich ist die Natur ist für mich die größte Künstlerin, sie ist im ständigen Wandel, transportiert Stimmungen, regt uns zum Nachdenken an und ist in ihrer Vielfalt einmalig. Mein Garten bietet Lebensraum für viel Lebewesen und auch die meisten Menschen genießen diesen Freiraum.

Zudem kann ich hier einen großen, sich ständig verändernden Raum mit meinen Objekten und Pflanzen gestalten. Mit sehr viel Geduld und Imagination entsteht dann im Laufe der Jahre ein magischer Ort und eine farbenfrohe Oase.