Und mit Ihnen geht das Gefühl der Leichtigkeit, des freudvollen Müßiggangs, bald werden wir nicht mehr im Gras liegen und uns ins Himmelsblau hineinträumen. Melancholie liegt in der Luft
Es scheint mir fast, als ob uns die Natur noch einen letzten Gruß schickt, bevor sie sich zurückzieht vor dem langen Winter.
Auf meiner Palette entfache ich ein Feuerwerk der Farben und webe meinen SpätSommergruß gleich mit ins Bild hinein.
Ein Fest der Natur. Zeit für die Ernte.
Geschenke der Natur an uns Lebewesen.
Diesen Reichtum und diese Schönheit möchte ich mit meinen Blumenbildern teilen.
Stilleben, Fotografie copyright Gabriele Riedel, https://gabriele-riedel-art.de
Ich male leidenschaftlich gerne Blumen. Einerseits weil ich einen Garten vor der Haustüre habe und andereseits weil ich meine Mitmenschen unbedingt an dieser Schönheit teilhaben lassen möchte.
Aber warum dienen Blumen seit Jahrtausenden immer wieder als beliebtes Motiv ?
Ich habe mir diese Frage gestellt und beantwortet hat sie mir dann eine Ausstellung über Rachel Ruysch in der Alten Pinakothek in München. Sie war eine sehr erfolgreiche und wohlhabende, niederländische Stilllebenmalerin des Barocks.
Sonnenblume, Kopie: Detail aus einem Bild von Rachel Ruysch, 2025, Acryl a.L., 20*20 cm
Ihre prachtvollen, täuschend echt wirkenden Blumenstillleben waren damals wie heute ein richtiger Publikumsmagnet. Und haben sich gut verkauft.
Ich glaube wir sehnen uns nach Schönheit. Verstörende Bilder sind inzwischen alltägliche Normalität, da suchen unsere Augen und unsere Seele förmlich nach Abwechslung.
Ich war so fasziniert von ihren Kompositionen und detaillierten Abbildungen, dass ich einzelne Ausschnitte zu Übungszwecken kopiert habe. Kopieren klingt nach „ist ja ganz einfach“, ist es aber dann doch nicht!
Trichterwinde, Kopie: Detail aus einem Bild von Rachel Ruysch, 2025, Acryl a.L., 20*20 cm
Hier übe ich den genauen Blick und verstehe mit jedem Pinselstrich mehr, welche Tricks die alte Meisterin angewandt hat um Tiefe, Dynamik und Lebendigkeit ins Bild zu zaubern.
Und wer nimmt sich heute schon die Zeit einen Schmetterling zu malen, das ist der pure Luxus!
Stilleben „Hommage an Rachel Ruysch“
Hommage an Rachel Ruysch, Acryl a. L., 80*80 cm, 2025
Letzendlich hat es dann dazu geführt, dass ich mit großem Pinsel und lockerem Strich ein Stilleben sozusagen NeoBarock kreiert habe!